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Katastrophenschutz

Einsatz in Elz nach Starkregen 12.09.2023

Veröffentlicht: 14.09.2023
Autor: info@elz.dlrg.de

Außergewöhnlich heftiges Unwetter sorgt für über 120 Einsatzstellen in Elz

Ein extrem heftiges Unwetter mit Starkregen, Hagel, Gewitter und Sturmböen ging am Dienstagabend, 12. September 23, ab 21 Uhr über Elz und die nähere Umgebung nieder.
Es war eines der stärksten Unwetter, das die Gemeinde Elz in den letzten Jahrzehnten getroffen hat.
Die ersten Anrufe erreichte die Leitstelle Limburg-Weilburg um 21:13 Uhr.
Die Notrufnummer 112 der Leitstelle Limburg-Weilburg war alsbald so überlastet, dass die Hilfesuchenden automatisiert an andere Leitstellen in Hessen durchgestellt wurden.
Zahlreiche Bürger wandten sich auch direkt an die Elzer Feuerwehr und an die DLRG Elz. Insgesamt wurden mehr als 120 Einsatzstellen in Elz gemeldet.
Ein Stromausfall führte auch zum Defekt von vier Trinkwasserpumpen der Gemeinde Elz.

Besonders schlimm hatte es Anwohner der Offheimer Höhe und der unterhalb gelegenen Straßen getroffen, da hier nicht nur Schlamm und Geröll, sondern auch ganze Feldwege samt Schotter in die Straßen und Keller gespült wurden.

Lagerhallen im Industriegebiet waren genauso betroffen, wie das Lager des Rolli-Möbelmarktes, das die Wassermassen des Wambachs komplett überflutet hatten.

Die dortigen Anlieger der Sudetenstraße und des Staffeler Weges erlebten zum zweiten Male, wie gewaltig dieses eigentlich kleine Bächlein zum Wildwasser wurde und Keller und Garagen im Wasser versinken ließ.

Am Schönstein spülten die Wassermassen Teile des Bahndamms der Unterwesterwaldbahn weg, während zwei Pferde und ihre Besitzerin auf ihrer Weide zwischen Elz und Niederhadamar von einer herunterhängenden Starkstromleitung gefährdet wurden.

Auch das Kellergeschoss des Bürgerhauses wurde komplett überflutet, ebenso wie eine große Tiefgarage in der Bachgasse.

Im Einsatz waren die Elzer Feuerwehren, der Gemeindebauhof Elz, das THW -speziell zur Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung-, der Gerätewagen Hochwasser des Katastrophenschutzes aus Weilburg samt Unterstützungspersonal der Feuerwehr Weilburg und Waldhausen, ein Betreuungszug des DRK und der Malteser zur Verpflegung der Helfer.

Die DLRG Ortsgruppe Elz e.V. war mit insgesamt 7 Helfern diese Nacht im Einsatz.

Gegen 21:30Uhr wurde durch drei Kammeraden der erste Keller mit einer Tauchpumpe vom Wasserbefreit. Im Anschluss wurde ein Trupp 1/5 in der Gerätehalle in Bereitstellung alarmiert und ein DLRG Fachberater begab sich in die örtliche technische Einsatzleitung der Feuerwehr Elz.

Durch die ÖTEL wurde der DLRG Trupp in den Einsatzabschnitt Sudentenstraße verlegt. In diesem Einsatzabschnitt waren in mehreren Wohngebäude und Firmen Kellerräume und Garagen mit Wasser und Schlamm überflutet. Mit dem Stromerzeuger des Gerätewagen Wasserrettung und mehren Schmutzwasserpumpen wurden durch den DLRG Trupp bis 4Uhr mehre Keller eingeständig ausgepumpt. Bewährt haben sich die erst kürzlich angeschafften Wathosen der DLRG Elz. Der Geländewagen mit Ladefläche der DLRG Elz kam zusätzlich als Transportmittel für Pumpen und Sauger der Feuerwehren im Gemeindegebiet zum Einsatz.

Dank der guten Zusammenarbeit der Feuerwehr Elz, Feuerwehr Weilburg und DLRG Elz konnte das Wasser erstmal abgepumpt werden. Es war aber leider schon absehbar, dass aufgrund der großen Schlammmassen auf die Eigentümer noch einiges an Arbeit zukommen wird.

 

Am 13. September 23 hieß es für alle beteiligten Organisationen erstmal große Reinigungsaktion der Gerätschaften. Durch die Verschmutzungen kamen hier einige Arbeitsstunden zusammen.

 

Nach mehreren Hilfsanfragen bei der Gemeinde Elz, besichtigten am 14.09.2023 Elzer Lokalpolitiker die Schadenorte und organisierten eine große Hilfsaktion der Elzer Hilfsorganisationen Feuerwehr, DRK und DLRG mit Unterstützung durch das THW Limburg und Spezialfirmen. Ab 14Uhr waren wieder Helferinnen und Helfer der DLRG Ortsgruppe Elz e.V. mit Unterstützung von zwei Helferinnen der DLRG Ortsgruppe Bad Camberg e.V. im Einsatz.
Die Keller waren bis unter die Decke mit Schlammwasser gefüllt und nach dem Abpumpen des Wassers blieben bis zu 30cm dicke Schlammschichten zurück.
Bevor man diesen entfernen kann, muss das zerstörte Mobiliar inklusive der kaputten Waschmaschinen und Tiefkühltruhen herausgeholt werden.
Nach vielen Stunden "Drecksarbeit" waren die Kräfte fürs Erste erschöpft und verabredeten sich für den Freitagnachmittag, um weiter zu machen.
Erneut wurde Schlamm geschippt und gesaugt, wobei zwei Tanklöschfahrzeuge der Elzer Feuerwehr den bereits angetrockneten Schlamm abspritzten damit er abgesaugt werden konnte. Durch Entsorgungsunternehmen wurden große Sperrmüllcontainer angeliefert und mit Hilfe von Radladern und Greifbaggern gefüllt.
Der gröbste Dreck ist jetzt zwar weg, die großen Sachschäden bleiben aber.
Mittlerweile gibt es eine Initiative des Bürgerfonds Elz, der Spenden für Betroffene sammelt.

Die Helferrinnen und Helfer der DLRG leisteten 100 Einsatzstunden an diesen Tagen.

 

Bericht Feuerwehr Elz / DLRG Ortsgruppe Elz e.V.

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