Bäderpolitik der DLRG

Position der DLRG zur Bäderpolitik

Die DLRG sieht seit Jahren mit großer Sorge den unheilvollen Trend zu Bäderschließungen in Deutschland. Zu Lasten der Wassersicherheit der Bevölkerung und bezahlbarer sozialer Angebote versuchen die unter Finanzdruck geratenen Kommunen durch unsystematische Schließungen von Bädern, ihre Haushalte zu bereinigen. Die Politik trägt Mitverantwortung, wenn bereits heute eine Verschlechterung der Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung nachweisbar ist, Ausbildungsangebote der schwimmausbildenden Organisationen drastisch zurück gehen und Schulschwimmen als Schulsport vielfach nicht mehr stattfindet. Der anhaltende Trend, ersatzweise Freizeitbäder zu bauen oder auf sog. Badeteiche auszuweichen, bietet witterungsbedingt weder die Verlässlichkeit des Angebots noch taugt die bauliche Struktur für Ausbildung und Sport. Hinzu kommt, dass die häufig von privaten Investoren erbauten Spaßbäder  nicht den notwendigen Ausbildungsgesichtspunkten entsprechen. Darüber hinaus verursacht oftmals ihre rein an Wirtschaftsgesichtspunkten ausgerichtete Preispolitik eine Sozialauswahl der Nutzer.

Die DLRG wird mit aller Entschlossenheit öffentlich-politischen Einfluss nehmen und um jedes Bad hartnäckig kämpfen.

Die DLRG bietet Hilfestellung bei Problemanalysen und bei der Ausgestaltung von  Lösungsansätzen bis hin zur Umsetzung vor Ort an.      


Schwimmbäder sind Sozialräume.

  • Schwimmbäder sind Unterrichtsräume. Nach einer repräsentativen Umfrage der DLRG aus dem Jahre 2004 sind knapp 90 Prozent der Menschen für den Erhalt der Schwimmbäder.
  • Die Versorgung der Menschen mit entsprechender Schwimm- und Badefläche ist eine staatliche Aufgabe und Verpflichtung.
  • Das Bädersterben muss beendet werden. Vor einer möglichen Schließung soll die DLRG in die Beratungen einbezogen werden.
  • Die pure Umgestaltung von Bädern in sogenannte Spaßbäder muss gestoppt werden. Die DLRG ist bei den entsprechenden Planungen und Überlegungen als Beraterin hinzuzuziehen.

Die DLRG fordert die Politik auf, eine Gesellschaft ähnlich der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) zu gründen, die ausschließlich die Aufgabe hat, die Bädersanierung in Deutschland zu koordinieren. Möglicher Zeitrahmen: 10 Jahre. Der Finanzbedarf beträgt in etwa 14 Milliarden Euro. Die sollten je zur Hälfte vom Bund und Länder/Kommunen getragen werden. Die DLRG steht als Beraterin zur Verfügung.

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