Archiv aus dem Jahr 2009

Zur Stippvisite geht's mit Lebensrettern auf den See

Anlässlich seines Sommerprogramms hat Landrat Lothar Wölfle die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Friedrichshafen besucht. Dabei erläuterten Vertreter der DLRG, wie ein Alarmeinsatz auf dem See abläuft.

Friedrichshafen (mae) Anlässlich seines Sommerprogramms hat Landrat Lothar Wölfle die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) besucht. Die Ortsgruppe Friedrichshafen und Vertreter des DLRG-Bezirks Bodenseekreis stellten dabei nicht nur die Zentrale vor, sondern erklärten auch, wie ein Alarmeinsatz auf dem See abläuft. Genau wie bei einem realen Einsatz schlugen die Pieper der Einsatzkräfte Alarm, sie bereiteten sich vor, und dann ging es mit zwei Einsatzfahrzeugen zum See. Was bei einem richtigen Einsatz nur wenige Minuten dauert, wurde in der Simulation in aller Ausführlichkeit erklärt.

„Bei meinem Besuch bei der DLRG möchte ich mir einmal die Situation der Rettungskräfte vor Ort ansehen. Besonders wichtig ist hier, dass wir die Gerätschaft auf einen zeitgemäßen Stand bringen“, sagte Landrat Wölfle. Insbesondere alte Einsatzfahrzeuge sind bei der Ortsgruppe Friedrichshafen ein Thema. „Das Allernotwendigste ist die Erneuerung zweier uralter Einsatzfahrzeuge“, erklärte Rudi Krafcsik, Vorsitzender der Ortsgruppe. Das aktuelle Kommandofahrzeug beispielsweise sei Baujahr 1978 und die Ausstattung durchaus verbesserungswürdig. Zu möglichen Neuanschaffungen gibt es bereits Ideen, die Vertreter der DLRG dem Landrat vorstellten. So seien Leasing-Fahrzeuge der Polizei, die nach vier Jahren im Einsatz an die Hersteller zurückgehen, eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, Fahrzeuge zu erwerben. Landrat Wölfle versprach, diesen Vorschlag in den Koordinierungsgesprächen zwischen der Stadt Friedrichshafen und dem Landkreis anzusprechen und deshalb auch Landtagsabgeordnete zu kontaktieren.

Doch solche finanziellen Fragen seien nicht der zentrale Punkt des Besuchs, sagte Krafcsik. „Ganz wichtig ist mir, dass Landrat Wölfle einen Einblick in unsere Arbeit bekommt und er weiß, wie wir aufgestellt sind und was wir für die Unterstützung des Landkreises machen“, berichtete der Ortsgruppenvorsitzende. Und eines begeisterte den Landrat bei seinem Besuch vor allem: „Die Koordination der unterschiedlichen Rettungsteams, wie beispielsweise Feuerwehr und DLRG, läuft über die Organisationsgrenzen hinweg perfekt.“ Ein Konkurrenzdenken gebe es da nicht, berichtete Stadtbrandmeister Louis Laurösch. Der DLRG-Bezirksvorsitzende des Bodenseekreises, Karl-Heinz Rimmele, bestätigte diese Erfahrung auch für die Beziehungen unter den Einsatzkräften der unterschiedlichen Landkreise. So zog Lothar Wölfe ein sehr positives Fazit. Die Einsatzkräfte ergänzten sich auf tolle Art, betonte der Landrat.

Quelle: Südkurier - 28.8.2009