Archiv aus dem Jahr 2010

Die harten Kerls sind nicht nur Männer

Nasskalte Witterung. Außentemperatur um die fünf Grad. Wassertemperatur sechs Grad. Normalerweise schickt man da keinen Hund vor die Tür. Eher schon die richtigen Bedingungen, um sich am Nachmittag gemütlich vor den Fernsehen zu setzen oder den verpassten Schlaf des Vorabends nachzuholen. Doch mit solch einer beschaulichen Gestaltung des Neujahrstages haben die harten Kerls der DLRG naturgemäß nichts am Hut. Was heißt hier eigentlich „Kerls“? Beim diesjährigen nasskalten Vergnügen des traditionellen Neujahrsschwimmens waren nicht nur zehn Männer und Jungs, sondern mit Annemarie Nickl auch wieder eine Vertreterin des vermeintlich schwachen Geschlechts mit von der Partie.

Gegen 12 Uhr geht‘s für die ersten Hardcore-Schwimmer los. Wolfgang und Michael Nickl sowie Andre Maier lassen sich es auch in diesem Jahr nicht nehmen, schon in Seemoos in die Fluten zu steigen und damit die Langversion von insgesamt etwa 4,5 Kilometer Streckenlänge in Angriff zu nehmen. Neben Flossen und Schnorchel sind sie mit modernen Neoprenanzügen ausgerüstet, um damit den Körper vor extremer Kälte zu schützen.


Gegen 13 Uhr stößt auf Höhe der Schlosskirche eine weitere Gruppe dazu. Jetzt sind noch etwa eineinhalb Kilometer zu bewältigen. Inzwischen haben sich bereits die ersten Menschen beim Moleturm versammelt, um die Heroen später standesgemäß begrüßen zu können. „Ein gutes neues Jahr“, rufen die ersten DLRG-Ankömmlinge ihren Fans gut gelaunt und offenbar nicht mal außer Puste zu. Jetzt heißt es erst einmal, die Gruppe zu sammeln und gemeinsam die letzten Meter Richtung Medienhaus K42 zu bewältigen.

Wie gut, dass Helfer aus Familie und Bekanntenkreis bereit stehen, und mit selbstgebackenen Keksen oder einem Gläschen aus der mitgebrachten Flasche Rum für wärmende Unterstützung zu sorgen.

Kaum zu glauben, dass Wolfgang Nickl als uneingeschränkter Rekordhalter bereits zum 31. Mal das Neujahrsschwimmen erfolgreich hinter sich gebracht hat. Fabian Nickl ist mit 13 Jahren der jüngste Teilnehmer, Reinhold Trupkovic mit 66 Jahren der älteste – weitere rekordverdächtige Zahlen.

Höchste Zeit, sich etwas Warmes anzuziehen und sich dann ins bereits vorgeheizte Hallenbad zurückzuziehen, die Dampfsauna von innen anzuschauen – und sich dann endlich gemütlich zurückzulehnen.

Quelle: Südkurier - 2.1.2010

Wenn Ertrinken nicht nach Ertrinken aussieht

In Deutschland sterben jährlich mehr als 400 Menschen durch Ertrinken. Das Erschreckende hierbei ist, dass die Betroffenen in vielen Fällen von anderen Badegästen beobachtet werden – aber nicht, weil Sie ratlos sind, sondern weil Sie die Situation falsch einschätzen und keine Ahnung haben, dass sich diese Person gerade in einer lebensgefährlichen Situation befindet. Denn entgegen der Annahme, dass ertrinkende Personen durch lautes Geschrei und Gewinke auf sich aufmerksam machen wollen, passiert genau das Gegenteil: Ertrinken sieht nicht nach Ertrinken aus! Kein panisches Gestrampel, keine Schreie.
Mario Vittone, Rettungshubschrauberpilot und Rettungsschwimmer der U.S. Coast Guard, kann auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken und hat schon unzähligen Menschen das Leben gerettet. In seinem Artikel “Drowning Doesn´t Look Like Drowning” schildert er das Phänomen des Ertrinkens und hat damit für viel Aufsehen gesorgt.
Der nachfolgende Artikel ist eine Übersetzung aus dem Original.

Der leise Tod des Ertrinkens

Als der Kapitän voll bekleidet von Board sprang und durch das Wasser lief, irritierte er die anderen Badegäste, die im Wasser schwammen. “Nicht, dass er jetzt denkt, du ertrinkst”, sagte der Mann zu seiner Frau, da sie sich kurze Zeit zuvor mit Wasser bespritzt und geschrien hatten. “Was macht er hier?!”, fragte die Frau leicht gereizt ihren Mann. “Es geht uns gut!”, rief der Mann dem Kapitän zu. Aber der Kapitän ließ sich nicht aufhalten. Er schwamm unnachgiebig an dem Pärchen vorbei und schrie nur kurz “Weg da!”. Denn direkt hinter ihnen, nur wenige Meter entfernt, war die neunjährige Tochter gerade dabei zu ertrinken. Der Kapitän kam in allerletzter Sekunde. Das Mädchen fing an zu weinen und schluchzte: “Papa!”.
Woher wusste der Kapitän aus so vielen Metern Entfernung, dass die Tochter gerade dabei war zu ertrinken und sowohl Mutter als auch Vater dies aus weniger als drei Metern nicht erkennen konnten?
Der Kapitän ist ein ehemaliger Rettungsschwimmer der Küstenwache und hat durch eine fachliche Ausbildung gelernt, die Gefahren des Ertrinkens rechtzeitig zu erkennen. Und nein, wenn jemand ertrinkt, dann wird nicht, wie es oft im Fernsehen gezeigt wird, wild geschrien und gewunken.
Sie sollten sicherstellen, dass Sie die Anzeichen des Ertrinkens erkennen. Denn bis die neunjährige Tochter mit letzter Kraft “Papa” sagte, hatte sie nicht einen Ton von sich gegeben. Das Ertrinken ist fast immer ein ruhiger und wortloser Vorgang. In der Realität wird selten gewunken, geschrien oder wie wild gestrampelt.
Das, was Menschen tun, um tatsächliches oder vermeintliches Ertrinken zu verhindern, hat Dr. Francesco A. Pia die instinktive Reaktion (The Instinctive Drowning Response) genannt. Es gibt kein Geschrei, kein Gespritze und kein Gewinke. Überdenken Sie Folgendes: Der Tod durch Ertrinken ist der zweithäufigste Unfalltod (nach Verkehrsunfällen) bei Kindern bis zu einem Alter von 15 Jahren. Auch im nächsten Jahr werden wieder Kinder ertrinken. Etwa die Hälfte wird in einer Entfernung von nicht mehr als 20 Metern von einem Elternteil ertrinken. Und in 10% dieser Fälle wird ein Erwachsener sogar zusehen und keine Ahnung davon haben, was da gerade geschieht. Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken!

Auf folgende Anzeichen müssen Sie beim Baden achten

Dr. Pia erläuterte die instinktive Reaktion auf das Ertrinken in einem Artikel im Coast Guard´s On Scene Magazine:
1. In den meisten Fällen sind ertrinkende Menschen physiologisch nicht dazu fähig, Hilfe zu rufen. Da das Atmungssystem auf das Atmen ausgelegt ist und die Sprache die zweite/überlagerte Funktion darstellt, muss zunächst die Atmung sichergestellt werden, bevor die Sprachfunktion stattfinden kann.
2. Da sich der Mund beim Ertrinken unter der Wasseroberfläche befindet und nur kurzeitig wieder aus dem Wasser auftaucht, ist die Zeit für das Ausatmen, Einatmen und für einen Hilferuf zu kurz. Sobald sich der Mund einer ertrinkenden Person über der Wasseroberfläche befindet, wird schnell ausgeatmet und wieder eingeatmet, bevor der Kopf wieder unter Wasser abtaucht.
3. Ein herbeiwinken ist nicht möglich. Die Arme werden instinktiv seitlich ausgestreckt und von oben auf die Wasseroberfläche gedrückt. Diese Schutzfunktion soll den Körper über der Wasseroberfläche halten, um weiter Atmen zu können.
4. Eine bewusste Steuerung der Arme ist bei einer instinktiven Reaktion auf das Ertrinken nicht möglich. Ertrinkende Menschen sind aus physiologischer Sicht nicht dazu fähig, das Ertrinken durch bewusste und gesteuerte Bewegungen abzuwenden. Ein Winken nach Hilfe ist also nicht möglich.
5. Während der Dauer des Ertrinkens befindet sich der Körper aufrecht im Wasser. In der Regel können sich Ertrinkende nur 20 bis 60 Sekunden an der Wasseroberfläche halten, bevor sie untergehen. Nicht viel Zeit für einen Rettungsschwimmer.
Selbstverständlich befindet sich eine Person, die schreiend und winkend um Hilfe ruft, in einer ernsthaften Situation. Anders als beim tatsächlichen Ertrinken, können sich die betroffenen Personen an Ihrer eigenen Rettung beteiligen und z.B. nach Rettungsleinen oder -ringen greifen. Dieser Zustand wird als Wassernotsituation bezeichnet. Eine Wassernotsituation muss nicht zwangsläufig vor einer instinktiven Reaktion auf das Ertrinken auftreten.

Weitere wichtige Anzeichen des Ertrinkens

Sie sollten unbedingt auf folgende Anzeichen des Ertrinkens achten:
* Der Kopf ist nach hinten geneigt und unter Wasser. Der Mund befindet sich auf einer Höhe mit der Wasseroberfläche
* Die Augen sind glasig und leer
* Die Augen sind geschlossen
* Die Haaren hängen vor Stirn und/oder den Augen
* Der Körper befindet sich vertikal im Wasser – die Beine werden nicht bewegt
* Der Ertrinkende beschleunigt die Atmung und kämpft nach Luft
* Die Betroffene Person unternimmt den Versuch zu schwimmen, kommt aber nicht voran
* Es wird versucht sich auf den Rücken zu drehen.
Sollte also ein Rettungsschwimmer plötzlich ins Wasser laufen und es sieht für Sie so aus, als wäre alles in Ordnung, dann täuschen Sie sich nicht. Der einfachste Hinweis des Ertrinkens wirkt nicht immer so, als würde jemand ertrinken. Seien Sie also vorsichtig. Wenn Sie sicher gehen wollen, dann fragen Sie die betreffende Person: “Geht es dir gut? Brauchst du Hilfe?”. Erhalten Sie eine Antwort, dann scheint es der Person wirklich gut zu gehen. Wenn nicht, dann bleiben Ihnen nur wenige Sekunden, um ihn zu retten.
Und noch ein Hinweis für alle Eltern: Kinder, die im Wasser spielen, sind laut und machen Lärm. Sollte es still werden, dann sollten Sie nachschauen, weshalb.

Quelle: http://www.nordsee24.de/nordsee-urlaub/familienurlaub/ratgeber/anzeichen-des-ertrinkens - 26.8.2010

DLRG rettet Seehas aus dem Bodensee

Der Seehas wollte die Kanadier Regatta anführen - im Kanu.

Aus bislang ungeklärter Ursache kenterte er jedoch und musste von der DLRG gerettet werden. Die war schnell zur Stelle und zog Franz Christoph Lißner in seinem mittlerweile vollgesogenen und schweren Fell aus dem See.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 19.7.2010

 

 

 

DLRG bekommt Außenbordmotor geschenkt

Manuel Krätz (3. von rechts), Inhaber der Bootsvermietung Christiane in Friedrichshafen, spendet einen 30-PS-Außenbordmotor an die DLRG.

Anlass für die Spende war, dass ich das Schlauchboot der DLRG mit dem alten 15-PS Motor gesehen habe und mir dachte, es kann nicht sein, dass damit Leben gerettet werden müssen?, sagt Krätz. Die Einsatzkräfte der DLRG freuen sich über den neuen leistungsstärkeren Motor (von links): Christoph Fries, Jens Kaboth, Carsten Mücke, Roland Buchinger, Rudi Krafcsik und Michael Fries.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 9.6.2010

DLRG-Rettungsschwimmer erhalten Abzeichen

39 angehende Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Friedrichshafen zwischen zwölf und 50 Jahren wurden am Montag mit dem Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Silber und Bronze ausgezeichnet. Bürgermeister Peter Hauswald (2.v.r.), der die Ehrung übernahm, lobte das Leitungsteam um Ausbildungsleiter Uwe Dietrich für die engagierte Jugendarbeit und überbrachte die Glückwünsche der Stadtverwaltung.

Eine Würdigung erfuhren die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer des DLRG mit dem Hinweis, dass sicherer Wassersport ohne ihre herausragende Arbeit nicht möglich wäre.

Quelle: Südkurier - 7.7.2011

Die Verantwortung wächst

31 aktive Mitglieder der DLRG Ortsgruppe Friedrichshafen hat Bürgermeister Peter Hauswald mit dem Deutschen Rettungsschwimmerabzeichen in Silber und Bronze ausgezeichnet. „Wassersport in diesen Dimensionen, wie am Bodensee, wäre ohne ihren vorbildlichen Einsatz nicht denkbar“, lobte Hauswald die Geehrten.

Die Freibäder, Hallenbäder, der Bodensee aber auch die zahlreichen Freigewässer im Bodenseekreis sind ein Magnet für Wassersportler, sowohl für Einheimische als auch für Touristen. „Leben retten durch Prävention“ – heißt der ureigenste Anspruch der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) seit ihrer Gründung im Jahr 1913.

Am Montag durfte Bürgermeister Peter Hauswald insgesamt 31 erfolgreichen Prüflingen das bronzene und silberne Deutsche Rettungsschwimmabzeichen überreichen. „Ich danke ihnen allen für ihr ehrenamtliches Engagement. Viele Menschen verdanken ihrem Einsatz ihr Leben – bei Wind und Wetter leisten Sie ihren Dienst, machen Sie weiter so und bleiben sie dem DLRG treu“, sagte Hauswald im Vorfeld der Auszeichnungen. Auch Uwe Dietrich, mit zuständig für die Ausbildung der Rettungsschwimmer, lobte seine Mitglieder: „Mit diesen Abzeichen seit ihr alle wieder einen Schritt weitergekommen. Ihr alle tragt Verantwortung und seit tolle Vorbilder. Meinen Glückwunsch.“ Dietrich betonte, dass die Rettungskräfte auch eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung durchlaufen müssen und somit eine kompetente Hilfe sowohl im Wasser als auch an Land zuverlässig gewährleisten.

Informationen über die Arbeit und Mitgliedschaft der DLRG gibt es im Internet unter www.friedrichshafen.dlrg.de

Die Geehrten:

Bronze: Lea Arff, Max Gaißmaier, Melinda German, Laura Kraußer, Yanik Mildenberger, Emily Nuding, Thilo Schwarz, Petra Stürzl, Kilian Versen, Verena Weyermann, Jana Maier, Alexander Fimpel, Marco Hiltel, Jutta Koch, Jenny Dietrich, Lisa Mosbacher, Svenja Weber, Elke Weyermann, Marco Bublewitz, Steffen Bublewitz, Maximilian Jaumann, Robin Schölderle, Nina Schawaller. Silber: János Aicher, Lukas Bucher, Kim Diemer, Lara Diemer, Viola Diemer, Fabian Dorfschmidt, Stephan Friess, Robin Fuchs, Anja Gaißmaier, Johannes Kaupp, Maximilian Klaedtke, Peter Kupke, Marvin Maidl, Petra Stürzl, Killian Versen, Ramona Moser.

Quelle: www.szon.de - 7.7.2010 

Interboot 2012