Archiv aus dem Jahr 2011

Kampf gegen Kälte und Wind

Neujahrsschwimmen der DLRG mit 13 unerschrockenen Teilnehmern. So sehen unerschrockene Helden aus: Die Teilnehmer und Einsatzkräfte beim Neujahrsschwimmen der DLRG.

Luft: Knapp über dem Gefrierpunkt. Wasser: Vier bis fünf Grad. Nicht gerade die idealen äußeren Bedingungen, um ein erfrischendes Bad im See zu nehmen, und das auch noch am Neujahrstag, den man in der Regel dazu benutzt, um sich von den feuchtfröhlichen Strapazen des Vortags zu erholen. Ganz anders allerdings sieht die traditionell Gestaltung des Tages bei der DLRG der Ortsgruppen Friedrichshafen, Meersburg, Meckenbeuren, Tettnang und Langenargen aus: Eine Frau und zwölf Männer waren beim diesjährigen Neujahrsschwimmen mit von der Partie und zeigten dem staunenden Publikum an der Uferpromenade was Sache ist. Beachtlich auch das Altersspektrum: Fabian Nickl war mit 14 Jahren der jüngste Teilnehmer, Reinhard Trupkovic mit 67 der älteste.

Start 12 Uhr: Wolfgang und Michael Nickl, Andre Maier, Marcel und Sven Danz, sowie Karten Hayen lassen es sich nicht nehmen, schon in Seemoos in die Fluten zu steigen und damit die Langversion von insgesamt etwa 4,5 Kilometer Streckenlänge in Angriff zu nehmen. Sie sind mit Flossen und Schnorchel und mit modernen Neoprenanzügen ausgerüstet, um den Körper vor extremer Kälte zu schützen. Gegen 13 Uhr stößt auf Höhe der Schlosskirche eine weitere Gruppe dazu. Jetzt sind noch etwa eineinhalb Kilometer zu bewältigen. Dass der Zeitplan nicht genau eingehalten werden kann, liegt an Wind und hohem Wellengang, wie Wolfgang Nickl – mit 32 Teilnahmen absoluter Rekordhalter – anschließend verraten wird.

Ulrike Krüger und andere Verwandte oder Bekannte stehen in der Zwischenzeit beim Moleturm bereit, um die Heroen mit heißen Getränken und selbstgebackenen Keksen zu versorgen. Umstehende können sich ein lautes „Bravo“ als verdiente Anerkennung nicht verkneifen. „Ein tolles Gefühl, hat Spaß gemacht“, sagt Ramona Moser glücklich, als sie aus den Fluten steigt und sich von ihren Freunden in den Arm nehmen lässt. Zufrieden über den reibungslosen Ablauf ist auch Einsatzleiter Casten Mücke. Jetzt aber ab ins Hallenbad und in die wärmende Dampfsauna!

Quelle: Südkurier - 1.1.2011

Jahreshauptversammlung 2011

Zur Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Friedrichshafen konnte der Vorsitzende Rudi Krafcsik wieder einmal auf einen vollen Saal herabblicken. Trotz eines wirtschaftlich zunächst schwachen Jahres wurde 2010 für die DLRG dennoch ein erfolgreiches. Ermöglicht wurde dies überwiegend durch die ehrenamtlich geleistete Arbeit vieler helfender Hände und einen überlegten Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen und technischen Möglichkeiten.

Ein ähnlich positives Bild vermittelten die Berichte der einzelnen Ressortleiter, die noch einmal im Detail zeigten, was im vergangenen Jahr alles geleistet wurde. Der verantwortungsvolle Umgang der Leiter Wirtschaft und Finanzen wurde mit deren Entlastung gewürdigt, auch die Verabschiedung des Haushaltsplanes für das kommende Jahr stieß somit auf keine Kritik.

Für diejenigen, die das Leben der Ortsgruppe in den vergangenen Monaten ein wenig beobachten konnten, gab es während der anschließenden Wahlen kaum Überraschungen. Hier wurde das Engagement verschiedener Mitglieder während des letzten Jahres endlich mit einem offziellen Posten belohnt, zudem gab es auch den einen oder anderen kleinen Vertrauensvorschuß. Somit ist es nicht verwunderlich, daß alle Kandidaten weitgehend einstimmig gewählt wurden und das gesamte Team einem aufregenden und ereignisreichen Jahr entgegenschauen kann.

Dank der straffen Organisation und dem Blick für’s Wesentliche konnte recht schnell zum stimmungsvollen Teil der Veranstaltung übergegangen werden. Daß gleich über 50 Mitgliedern eine Ehrung für langjährige Treue oder besondere Leistungen zuteil wurde, zeigt nur eins: „Retten macht Spaß.“

Quelle: Stephan Friess

veröffentlicht auf www.dlrg-fn.de

Häfler DLRG-Mitglieder leisten eine „Superarbeit mit Vorbildfunktion“

Hauptversammlung der Ortsgruppe Friedrichshafen – Insgesamt 53 Ehrungen.

Die mit 810 Mitgliedern größte DLRG-Ortsgruppe im Bezirk aus Friedrichshafen konnte bei ihrer Hauptversammlung am Samstag auf ein erfolgreiches aber auch ereignisreiches Jahr zurückblicken. So mussten 27 Alarmeinsätze bewältigt werden. „Eure Arbeit ist super, eure Ortsgruppe steht im Bezirk mit Vorbildfunktion“, der stellvertretende DLRG-Bezirksvorsitzende Peter Heinzelmann brachte in seinen Grußworten genau das zum Ausdruck, dass die Ortsgruppe auszeichnet: Leistungsfähigkeit und ehrenamtliches Engagement.
Diesem Lob konnte sich auch der Vorsitzende der Ortsgruppe, Rudi Krafcsik, anschließen, in dem er seinen Jahresbericht kurz und bündig auf einen Nenner brachte: „Hut ab für eure 8218 geleisteten ehrenamtlichen Stunden“.


Stimmig verliefen auch die Wahlen, souverän geleitet durch den Wahlausschuss Roland Buchinger und Dietmar Buck. Gewählt wurden: Patrick Gleich, stellvertretender technischer Leiter Ausbildung, Corina Maier, stellvertretende technische Leiterin Einsatz, Petra Stürzl, Schriftführerin und Stephan Friess, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 27.3.2011

DLRG leistet ehrenamtlich mehr als 8200 Stunden

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft bilanziert erfolgreichesJahr und freut sich auf Festakt zum 75-Jährigen

Die DLRG hat bei der Jahresversammlung im Heim des Volkstrachten- und Heimatvereins ein aktives und erfolgreiches Jahr bilanziert. Es wurden 8218 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Davon fiel ein Großteil auf die Verwaltung ab. „Aber wir verwalten uns ganz gut selbst“, sagte Karsten Hayen, Technischer Leiter Ausbildung (TLA). Mitglieder des DLRG waren während des Seehasenfests aktiv, unter anderem musste der Seehas aus dem See gezogen werden, der unfreiwillig baden gegangen war. Als Novum nannte Hayen, dass dieses Jahr vier Mitglieder mit dem Lehrschein beginnen. Diese Ausbildung dauere etwa vier Jahre, merkte Krafcsik an, was dieses Engagement noch viel außergewöhnlicher mache. Rudolf Krafcsik thematisierte eine Herausforderung fürs neue Jahr. Das Vereinsheim platze aus allen Nähten und für die Fahrzeuge sei so wenig Platz, dass die erforderlichen Abstände für Fluchtwege nicht eingehalten werden könnten. Eine Lösung und Finanzierungsmöglichkeit müsse gefunden werden.

Rudolf Krafcsik kündigte zudem die Jubiläumsfeier im Sommer anlässlich des 75-jährigen Bestehens an. Außerdem erwähnte er, dass die Friedrichshafener mit 810 Mitgliedern die größte Ortsgruppe im Bezirk und damit auch Vorbild sei. Peter Heinzelmann, stellvertretender Bezirksvorsitzender, bestätigte dies in seinem Grußwort. Speziell über die Jugendabteilung höre er „nur Positives“.

Zudem galt es Ehrungen zu absolvieren. Allerdings waren viele Jubilare nicht da. Auf dem Programm standen Ehrungen von 19 Mitgliedern für zehn Jahre Mitgliedschaft, von 15 Mitgliedern fürs 25-Jährige, von elf Mitgliedern fürs 40-Jährige und von acht Mitglieder fürs 50-Jährige. Karl Bruder ist sei 60 Jahren dabei. Das Verdienstabzeichen in Gold erhielten Markus Bekesch und Uwe Dietrich.

 

In der Versammlung galt es bei den Vorstandsnachwahlen einige Posten zu besetzen: Petra Stürzl wurde einstimmig zur Schriftführerin gewählt. Stefan Friess wurde mit einer Enthaltung zum Leiter für Öffentlichkeitsarbeit ernannt.

Patrick Gleich ist der neue stellvertretende Technische Leiter Ausbildung und Carina Maier die neue Technische stellvertretende Leiterin Einsatz. Roland Buchinger und Dietmar Buck wurden einstimmig zum Wahlausschuss gewählt.

Das Deutsche Rettungsschwimmer-Abzeichen (DRSA) in Bronze erhielten zehn Mitglieder. 

Quelle: Südkurier - 28.3.2011

91 Menschen im Bodensee vermißt

Was passiert, wenn ein Körper im See versinkt? Warum tauchen so viele Menschen nie wieder auf? SÜDKURIER-Redakteur Franz Domgörgen hat Antworten gesucht - in der Pathologie, bei Seenforscher und bei Skelett-Forschern.

Der 21. Juli 2010 ist ein heißer Sommertag. Der Überlinger See liegt träge da, als vier Segler etwa in der Seemitte zwischen Sipplingen und der Marienschlucht ihr Boot stoppen. Sie wollen ein Bad nehmen. Der 76-jährige Senior im Quartett steigt ins Wasser – und geht unter. Erst halten die Begleiter selbst Ausschau, dann setzen sie einen Notruf ab. Stunden später, mit Einbruch der Dunkelheit, brechen die Schiffsbesatzungen von DLRG und Wasserschutzpolizei die Suche nach dem Vermissten vorläufig ab. Auch der Einsatz eines Hubschraubers brachte keinen Erfolg. Bis heute ist der Körper des Seglers nicht wieder aufgetaucht. Bis heute werden 91 Menschen im See vermisst Unglücksfälle wie diesen, bei denen Menschen ins Wasser steigen oder fallen, untergehen und dann trotz intensiver Suche nicht zu finden sind, hat Manfred Misiak in seinem langen Berufsleben häufiger erlebt. Der 57-jährige Dienstgruppenleiter bei der Wasserschutzpolizei Konstanz weiß, dass Wind und Strömung die Suche erschweren können. Dazu kommt, dass die Orientierung auf größeren Wasserflächen nicht leicht ist. Zeugen tun sich oft schwer, die Örtlichkeit genau zu beschreiben. „Fischer haben ein Auge dafür“, sagt Manfred Misiak. Am Nachmittag des 6. August 2002 wurde ein Fischer selbst Opfer eines Schiffsunglücks. Der 42-Jährige war gemeinsam mit seiner zehnjährigen Tochter vor Friedrichshafen unterwegs, als sein Boot bei Nebel, Wind und Regen mit dem Fahrgastschiff MS Karlsruhe zusammenstieß. Der Fischer ging über Bord. Der Polizeibericht vermerkt Blutschlieren im Wasser. Das deutet darauf hin, dass der 42-Jährige sich bei der Kollision Verletzungen zuzog. Gefunden wurde der Fischer nicht, obwohl bei der Suche auch Taucher im Einsatz waren.

Der verunglückte Fischer und der verunglückte Segler sind nur zwei von vielen Menschen, für die der Bodensee in den vergangenen Jahrzehnten vermutlich zum nassen Grab geworden ist. Die Liste der Vermissten, die seit 1947 von den Polizeibehörden der Bodensee-Anrainerländer gemeinsam geführt wird, verzeichnet derzeit 91 Namen. Allein 2010 kamen drei neue Einträge hinzu.

Die Schwierigkeit des Findens

Eigentlich wäre zu erwarten, dass ein toter Mensch binnen weniger Tage wieder an die Wasseroberfläche aufsteigt. Dafür sorgen große Mengen von Gasen, die sich zu Beginn der Zersetzung des Körpers bilden. „Das ist im Prinzip wie bei einem Käse. Wenn der gärt, schäumt er auf“, beschreibt der Gerichtsmediziner Professor Matthias Graw die Prozesse. Der Leiter des Pathologischen Instituts München hält auch einen Erklärungsansatz dafür bereit, warum im Bodensee Ertrunkene möglicherweise lange Zeit oder überhaupt nicht mehr auftauchen. Wenn eine Leiche in kaltes Wasser absinkt, wird die Gasbildung reduziert. Die tiefen Wasserschichten des Sees wirken wie die Kühlkammer in der Gerichtsmedizin. Der Körper wird – zumindest vorübergehend – konserviert.

Sicher ist, dass die Strömungsverhältnisse die Suche nach Vermissten im See erschweren. Frank Peeters, Professor für Umweltphysik am Limnologischen Institut der Universität Konstanz, verweist auf gegenläufige horizontale Strömungen. Während die Bewegung des Wassers oben in die eine Richtung verläuft, führt sie in größerer Tiefe in die andere Richtung zurück. „Das Oberflächenwasser schwappt in die eine Richtung, das Tiefenwasser in die andere.“ so beschreibt Frank Peeters die Gegebenheiten. Der vertikale Ausschlag der Bewegung kann leicht zehn Meter betragen. Er beschleunigt unter Umständen das Absinken eines Körpers. Hinzu kommt, dass Strömungen zusätzlich stark von lokalen Windbedingungen abhängen. Ein Sturm vor Lindau kann zwei Tage später noch gegenläufige Strömungen bei Sipplingen verursachen. Peeters untersucht eigentlich, wie physikalische Bedingungen auf die Biologie im Bodensee wirken. Ableitungen über die Bewegung von Leichen im Wasser sind da allenfalls Nebenprodukt. Leblose Körper auf dem Seegrund?

Doch was passiert mit einem Toten, wenn der erst einmal auf dem Seegrund liegt? „Je nach Fließgeschwindigkeit des Wassers und dem Ort des Ertrinkens wird der Körper schneller oder langsamer mit Ablagerungen überdeckt“, sagt Professor Joachim Wahl. Der Anthropologe beim Landesamt für Denkmalpflege in Konstanz untersucht Skelettfunde, für die die Polizei sich nicht mehr zuständig fühlt. Mitunter kommt es auch vor, dass Wahl im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein anthropologisches Gutachten erstellt. „Knochen sind unser tägliches Brot“, sagt der Wissenschaftler.

In der Regel sind es aber keine neuzeitlichen Funde, die ihn beschäftigen. Die Erfahrung zeigt: Ein Skelett bleibt im Wasser nicht im anatomischen Verbund liegen. Unter Umständen können Knochen von der Strömung verdriftet werden. So hat der Wissenschaftler es oft nur mit Einzelelementen zu tun. Doch selbst nach jahrzehntelanger Liegezeit auf dem Seegrund können Tote noch identifiziert werden. „Zumindest so lange, wie noch Analysen an Knochen durchgeführt werden können“, sagt Wahl. Doch das setze Vergleichsproben voraus."

Südkurier - 7.3.2011 

Bibbern bis die Retter kommen

Kaum war der Aero-Tag auf der Messe gestern zu Ende, da ging's auf dem Bodensee zwischen Yachthafen und Graf-Zeppelin-Haus weiter: Unter dem Motto „Rotor & Rescue“ übten Helfer der DRF-Luftrettung, der DLRG und der Feuerwehr sowie Beamte der Wasserschutzpolizei und der Bundespolizei den Ernstfall.

Das Übungsszenario ging von einem brennenden Schiff aus, dessen vierköpfige Besatzung in den kalten Bodensee gesprungen war.Die einzelnen Schritte der Rettungsaktion wurden für die vielen Zuschauer quasi in Zeitlupe vorgeführt und von Stadtbrandmeister Louis Laurösch per Lautsprecher erläutert.Als erstes kam der rot-weiße Hubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) und warf eine Rettungsinsel ab. In schneller Fahrt nahte dann das Löschboot der Feuerwehr. Der dicke Strahl der Löschkanone war auch von weitem gut sichtbar. „Im Ernstfall hätten wir aber nicht die Kanone eingesetzt, sondern wären näher ran gefahren und hätten – wie an Land auch – mit einem normalen Schlauch gelöscht“, erklärt Laurösch. Die Löschkanone mit einer Leistung von 5000 Litern pro Minute sei nur für Einsätze bei Großbränden gedacht.

Parallel dazu kümmerten sich die Besatzungen zweier Boote der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) um die Havaristen in der Rettungsinsel. Und die Wasserschutzpolizei sicherte die Unfallstelle ab.

Nach einer kleinen Pause war wieder Hubschrauberlärm zu hören. Diesmal war's jedoch kein rot-weißer Eurocopter EC 135 der DRF sondern ein blauer „Super-Puma“ der Bundespolizei. Die Ordnungshüter kreisten im Tiefflug über dem Bodensee. Ihr Auftrag: Sicher stellen, dass keine weiteren Opfer unversorgt bleiben.

Eine knappe halbe Stunde hat das Spektakel auf dem Bodensee insgesamt gedauert. Rund zwei Dutzend Polizisten, Feuerwehrmänner und Lebensretter waren im Einsatz.

Quelle: Südkurier - 16.4.2012

Aero Übung 16.4.2012

Tag der Familie 2011

Gleich zu Beginn der Badesaison stand den Häflern schon das Wasser bis zum Hals. Am Internationalen Tag der Familie fielen aufgrund der Witterung einige Außenveranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Dies war im Hallenbad zum Glück nicht anders. Ob es am freien Eintritt lag oder am abwechslungsreichen Rahmenprogramm, viele Familien hatten am Sonntag in die Ehlersstraße gefunden. Trotz harter Konkurrenz durch Schnuppertauchen und einen Ganzkörper-Wasserball stießen die Vorführungen der DLRG auf große Resonanz. Es wurden verschiedene Rettungsmittel und –techniken demonstriert, ebenso Wiederbelebungsmaßnahmen anhand einer lebensechten Puppe. Höhepunkt der Veranstaltungen waren jedoch mit Sicherheit mehrere realistische Rettungsübungen, die von Jugendleiter Oli Aich professionell moderiert wurden. Trotz des ernsten Hintergrundes dieser Aktion spiegelte sich in den leuchtenden Augen der zahlreichen, meist jüngeren Zuschauer wieder: Retten macht Spaß! /sf

Quelle: Stephan Friess

veröffentlicht auf www.dlrg-fn.de - 15.5.2011

Galerie

Familientag im Hallenbad

DLRG bringt manövrierunfähige Tretboote an Land

Schwer beschäftigt war die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft Bodenseekreis am Vatertag: Die Besatzung des Friedrichshafener Rettungsbootes „Fritz-Peter“ barg vor Immenstaad eine Jolle und brachte die Besatzung an Land. Der Nord-Ost-Wind mit bis zu Windstärke sieben zwang die Segler, ihre Segel zu bergen. So konnten sie das Ufer nicht mehr selbstständig erreichen.

Kurz darauf nahmen die Rettungsschwimmer zwei Tretboote mit acht Jugendlichen vor Friedrichshafen in Schlepp und brachten sie in den Württembergischen Yachtclub. Die Jugendlichen kamen gegen die von dem starken Wind aufgepeitschten Wellen nicht mehr mit ihrer Muskelkraft an. Einige an Bord bekamen es mit der Angst zu tun und riefen die Wasserrettung zu Hilfe.

Schwäbische Zeitung, 3.6.2011

Leichtsinn im Nass

Sommerzeit ist Badezeit. Erst recht am Bodensee. Doch Sommerzeit ist auch die Hochsaison der Rettungsschwimmer. Bei den Rettern der DLRG Friedrichshafen schlägt jetzt wieder häufiger der Piepser Alarm.

Wenn die Einsatzkräfte der DLRG losjagen, um Leuten in Seenot zu Hilfe zu eilen, dann hat das, was sie im und auf dem Wasser tun, viel mit eingeübter Routine zu tun. Sie muss trainiert sein, wenn alles wie am Schnürchen klappen soll. Manchmal allerdings sind die Fälle dramatisch. Und es gibt solche, bei denen jede Hilfe zu spät kommt. 13 Menschen sind im vorigen Jahr im Bodensee ertrunken. Eine Zahl, die leicht angestiegen ist, obwohl es im Vergleich zu 2009 rund ein Drittel weniger Unfälle und Verletzte beim Wassersport gab. Und die Statistik verrät noch mehr: Besonders gefährdet sind nicht etwa Nichtschwimmer. Ertrinkende, weiß DLRG-Pressesprecher Stephan Friess, "sind überwiegend Schwimmer und männlich." Sie fühlen sich wie der Fisch im Wasser - und neigen zu Leichtsinn.

Klarer Kopf beim Baden

Variante Nummero eins: Die Vorstellung, "Flachwasser sei nur was für Loser." Wer es anderen so richtig zeigen will, schwimmt weit raus - ohne zu ahnen, wie kalt das Wasser, wie stark die Strömung oder wie heftig der Wind dort sein kann. Also mitten rein in die Lebensgefahr. Denn auf Auskühlung reagiert der Körper oft mit Krämpfen. "Dann sollte man Ruhe bewahren, in eine entspannte Position, zum Beispiel in Rückenlage gehen und die schmerzende Stelle dehnen", rät Friess. Die häufigere Reaktion jedoch ist Panik, die noch mehr an den Kräften zehrt und den Körper noch schneller auskühlt.
Variante Nummero zwei: "Der feucht-fröhliche Junggesellabend". Nach der Grillparty am See springen die Herrschaften mit reichlich Promille ins Wasser. Nicht nur das Reaktionsvermögen ist auf Sparflamme. Auch Herz und Kreislauf sind überfordert. Wenn sich dann der Magen auf kürzestem Weg seines Inhalts entleert, wird die Situation lebensbedrohlich.
Nichtschwimmer, die am Wasser weitaus vorsichtiger sind, sollten sich allerdings nicht auf der sicheren Seite wähnen - und sich schon gar nicht auf Luftmatratzen oder Gummitieren ausruhen, die im Wasser treiben. "Bei einem plötzlichen Luftverlust kann einem das Wasser schnell bis zum Hals stehen", weiß Friess. Generell treibt das aufblasbare Wasserspielzeug bei Wind sehr schnell ab. "Wer noch länger Spaß im Leben haben möchte, sollte die Fahnen und Wimpel an Land immer im Auge behalten", rät Friess.

Quelle: Wochenblatt - 16.6.2011

Männer besonders gefährdet

Rettungsschwimmer müssen meist Männer aus dem Wasser ziehen. Woran liegt das? Wir sprachen mit Stephan Friess, Pressebeauftragter der DLRG Friedrichshafen. - Interview von Barbara Fülle

BF: Beim Sprung ins Nass stürzen sich überwiegend Männer kopfüber in Gefahren. 80 Prozent aller Ertrunkenen sind Männer.

SF: Sie neigen öfter als Frauen zu Selbstüberschätzung und auch dazu, anderen etwas beweisen zu wollen. 

BF: Selbst um den Preis des eigenen Lebens?

SF: Nehmen wir die Situation einer Party am Seeufer. Wenn alle ausgelassen feiern und Alkohol im Spiel ist, kommt Leichtsinn dazu. Viele schwimmen weit raus, in die Schiffahrtslinie, begeben sich bei Gewitter ins Wasser oder springen am Schiffsanleger in den See. Es scheint nichts zu geben, was sie nicht ausprobieren. "Typisch Mann", hat eine Freundin das mal schön zusammengefasst, als sie eine Liste mit den häufigsten Ursachen für Badeunfälle las. 

BF: Wir können Männer ihr Ego ausbremsen, um vor den Gefahren der Selbstüberschätzung besser geschützt zu sein?

SF: (lacht) Zur DLRG kommen, dann kann man lauter coole Sachen machen. Man kann Boot fahren, man kann auch im Winter ins Wasser gehen, eben alles tun, was kleine und große Jungs sich so wünschen. Aber im Ernst: Nicht nur Jugendliche können sich bei uns so richtig austoben und wirklich zeigen , was in ihnen steckt. Eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt. 

BF: Was war Ihre Motivation, zur DLRG zu gehen?

SF: Ich wollte in meiner Freizeit etwas Sinnvolles machen. Und dann kommt natürlich noch die Zusammengehörigkeit dazu, die so ein Verein bietet. Bloß geht man halt nicht in irgendeinen Verein, sondern in einen, in dem man anderen Menschen helfen kann. 

BF: Haben Sie dabei schon mal etwas erlebt, wo es Ihnen noch heute kalt über den Rücken geht?

SF: Nein. Ich bin leider noch nicht so lange dabei. Aber es gibt Kollegen, die haben unschöne Dinge erlebt. 

BF: Wie geht man damit um? 

SF: Das Wichtigste ist, im Team darüber zu reden. Zudem gibt es einen Einsatznachsorgedienst, der sich auch um die Helfer kümmert. 

BF: Welcher Einsatz hat die Retter bisher am meisten gefordert?

SF: Der Flugzeugabsturz 2002 in Überlingen. Die DLRG musste mit den Booten den See nach Absturzopfern und Wrackteilen der beiden Maschinen absuchen.

BF: Ein harter Job.

SF: Manchmal ist es auch das. 

Quelle: Wochenblatt - 16.6.2011

Zahlreiche Rettungs- und Bergeaktionen bei der „Rund um“

Die Seerettungen waren nach dem Start der 61. Langstreckenregatta „Rund um“ auf dem Bodensee mit zahlreichen Bergungen und Rettungsaktionen bei gekenterten Booten beschäftigt, teilte die Polizeiinspektion Lindau mit.

Bodenseekreis – Der Durchzug der Kaltfront in der Nacht von Freitag auf Samstag bescherte der Wasserschutzpolizei am vergangenen Wochenende zahlreiche Einsätze. Bei Windböen, die mit bis zu 7 Beaufort über den Bodensee jagten, kenterten zahlreiche Yachten.

Rund 350 Segelboote hatten sich zur Nachtregatta „Rund um“ gemeldet, die am Freitag um 19.30 Uhr bei Lindau startete. Schon kurz nach dem Start lief eine Segelyacht aus Friedrichshafen vor dem Pulverturm aus Leichtsinn und Revierunkenntnis auf Grund, das berichtet die Koordinierungsstelle für Seenoteinsätze. Nach Mitternacht erreichte die vom Wetterdienst angekündigte Kaltfront schließlich den Bodensee. Trotz rechtzeitig ausgelöster Starkwindwarnung für den gesamten See wurden in kurzen Abständen vier Seenotfälle gemeldet. Als erstes wurde vor Kirchberg eine gekenterte Libera-Yacht mit 13 Personen an Bord gemeldet. Die Besatzung konnte unverletzt gerettet werden. Das gekenterte Boot wurde mit Hilfe des deutschen Zollbootes aus Friedrichshafen aufgerichtet, gelenzt und in den Hafen Ultramarin geschleppt. Die Rettungs- und Bergeaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Fast zeitgleich wurde vor Romanshorn ein H-Boot mit zerrissenen Segeln gemeldet. Aufgrund Unsicherheit der Mannschaft und einer verklemmten Vorsegelrollanlage wurde das Segelboot durch das Polizeiboot aus Friedrichshafen und einem DLRG-Boot aus Friedrichshafen abgeschleppt und in den Hafen Ultramarin geschleppt. Ein angeblich in Seenot befindliches Segelboot vor Altnau konnte nicht mehr aufgefunden werden. Die Absuche des Seegebietes durch die Boote der Seepolizei Thurgau verlief negativ.

Ebenfalls vor Kirchberg kenterte eine weitere größerer Segelyacht aus Friedrichshafen. Die Besatzung machte durch einen Rotschuss auf sich aufmerksam. Die sieben Besatzungsmitglieder konnten vom Feuerwehrboot aus Friedrichshafen und weiteren Einsatzboote gerettet werden. Das havarierte Boot wurde an der Takelage und am Rumpf beschädigt. Es wurde durch das Feuerwehrboot gelenzt und in den BSB-Hafen Lindau geschleppt.

Über die Regattaleitung wurde bekannt, dass bei dem Starkwind in den Nachtstunden noch eine weitere Libera gekentert war. Die Besatzung konnte das Boot aber mit Hilfe des begleitenden Motorboots selbst aufrichten und weitersegeln. Am Sonntagmorgen musste die Friedrichshafener Wasserschutzpolizei einem Paar zu Hilfe kommen. Durch den starken Wind war der Mast ihres Segelbootes gebrochen, sie trieben manövrierunfähig im See vor der Schlosskirche umher. Schließlich wurde die beschädigte Yacht in den Hafen geschleppt.

Die in Lindau gebildete Koordinierungsstelle für Seenoteinsätze hat sich an diesem stürmischen Wochenende bewährt. Zusammen mit der Wasserwacht Lindau, der DLRG Friedrichshafen, der Seepolizei Thurgau und der Seepolizei Hard sowie der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen wurden insgesamt 31 Einsatzboote koordiniert. Alle Einsätze wurden erfolgreich abgeschlossen.

Quelle: Südkurier - 20.6.2011

Was wäre, wenn...

Ein tragischer Grillunfall bei hochsommerlichem Wetter, eine unterkühlte junge Frau, ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Verletzten und mehrere alkoholisierte Jugendliche mit Schnittverletzungen sorgten am Sonntag an der Eriskircher Feuerwache für Aufregung. Zum Glück waren die Helfer schon nach wenigen Sekunden vor Ort. Keine Verkettung unglücklicher Umstände, sondern eine Einsatzübung der DLRG Friedrichshafen. Die frischgebackenen Absolventen eines Erste-Hilfe-Kurses mussten bei verschiedenen Szenarien ihr Wissen unter Beweis stellen.

Die Realistische Notfalldarstellung verfügt über eine lange Tradition. Bereits im ersten Weltkrieg engagierte die britische Armee Schauspieler, um die Soldaten auf den Anblick schwerer Verletzungen vorzubereiten und um eine möglichst realitätsnahe Ausbildung zu gewährleisten.

Quelle: Stephan Friess

veröffentlicht auf: www.dlrg-fn.de -26.6.2011

Realistische Notfalldarstellung - 26.6.2011

Gut gerüstet für Rettungseinsätze

Mit bis zu 40 Stundenkilometern brausen die über 200 PS starken DLRG-Rettungsboote über den Bodensee. Die Vorstandssitzung der Stiftung „Wasserrettung“ beinhaltete neben der Besichtigung der DLRG-Rettungswache in Friedrichshafen auch eine kleine Bootsfahrt mit zwei Rettungsbooten.

Die Stiftung „Wasserrettung“ hat sich die Förderung von Wasserrettungsdiensten wie der Deutschen Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG) zur Aufgabe gemacht. Sie steht seit diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Friedrich Herzog von Württemberg.

Bei der Führung gaben DLRG-Bezirksleiter Karl-Heinz Rimmele und Ortsgruppenleiter Rudi Krafcsik Einblicke in die umfangreiche Arbeit und Struktur des Friedrichshafener Vereins. Acht Rettungsboote und sechs Einsatzwagen darf der 3680 Mitglieder zählende Verein sein Eigen nennen. Die Arbeit beschränkt sich nicht nur auf Rettungseinsätze und Überwachung. Auch vielfältige Ausbildungsangebote spielen eine große Rolle. So wurden allein im vergangenen Jahr 279 Rettungsschwimmabzeichen abgelegt. Außerdem gibt es Ausbildungen zum Bootsführer oder Sprechfunker sowie eine qualifizierte Sanitätsausbildung.

Der Verein besitzt die Ausrüstung, um gute und schnelle Hilfe zu leisten. Über Funk können im Ernstfall vom Einsatzwagen aus sogenannte Planquadrate auf dem See auf Teams aufgeteilt werden, um möglichst schnell vermisste Schwimmer oder Boote zu finden. In manchen Fällen wird sogar Hubschrauberunterstützung durch die Deutsche Rettungsflugwacht angefordert. Auch eine umfangreiche Tauchausrüstung mit einer eigenen Ladestation für die Druckluftflaschen gehört zur Ausrüstung des Vereins.

Die der Sitzung im Rathaus vorausgehende Führung und Bootrundfahrt auf dem See war für die Vorstandsmitglieder eine Abwechslung zum Alltag. Obwohl der See eigentlich verhältnismäßig ruhig war, mussten sich die Mitfahrer teilweise gut festhalten, wenn die Boote bei der hohen Geschwindigkeit durchgerüttelt wurden. Es war zu erahnen, wie es dann erst bei einem Einsatz bei Sturm zugehen muss.

Quelle: Südkurier - 11.7.2011

Fischerstecher trotzen jedem Wetter

Der Regen am Sonntagnachmittag machte den tollkühnen Helden auf ihren wackeligen Ruderbooten wenig aus. Nass wurden sie ja sowieso.

Das Publikum war da schon etwas empfindlicher und so schauten sich am Sonntag deutlich weniger das Spektakel beim Fischerstechen der DLRG und des Friedrichshafener Schwimmvereins an als am Samstag.

Aber der Reihe nach: Am Samstag war bei strahlendem Sonnenschein am Gondelhafen kaum noch ein Platz zu bekommen. Mit langen Lanzen bewaffnet, versuchten Asterix und Obelix, der Rosarote Panther, Baghira, Bruder Tuck und Robin Hood, der Deutsche Michel, Neptun, das Tapfere Schneiderlein und noch manch anderer Held, sich gegenseitig von ihren Booten zu stoßen. Wackere Ruderer in blau-weiß geringelten Badeanzügen brachten die Boote auf volle Fahrt. Es gab etliche kurze Duelle, bei denen der Kontrahent schnell ins Hafenbecken geschickt wurde, einige Kämpen hielten sich aber tapfer und mussten mehrmals aufeinander losstürmen. Baghira und Asterix machten es sich wirklich nicht leicht. Ganze drei Angriffe waren nötig, dann landeten beide im Wasser, Asterix ein wenig früher. Beim harten Zweikampf zwischen Bruder Tuck und Robin Hood ging Letzterer sogar samt Ruderer Heinz Hermann baden, als das Boot kenterte. Heinz Hermann ist schon seit 48 Jahren beim Fischerstechen aktiv und ruderte dieses Jahr zum letzten Mal. Am Ende war der Sieger „Bruder Tuck“ Mario Landthaler, Zweiter wurde „Baghira“ Lars Scharvaller und Dritter „Asterix“ Volker Diemer.

Am Sonntag traten nach dem Motto „Wir trotzen jedem Wetter“ trotz Regen und Sturmwarnung „nur die ganz Harten“ an. Nach vielen Zweikämpfen mit Teilnehmern wie „Tarzan“, der „Fischerin vom Bodensee“, der „feschen Lola“, „Leo dem Löwen“ und anderen Mutigen in fantasievollen Kostümen stand „Robin Hood“ (Andreas Wolferseder) als Sieger fest, der „Chinese“ (Thomas Degen) wurde Zweiter und das „Tapfere Schneiderlein“ (Uwe Dietrich), der einen kleinen Moment vor dem „Chinesen“ baden ging, Dritter.

Im Eierlauf, bei dem Kinder einen Weg aus auf im Wasser schwimmenden wackeligen Styroporwürfeln überwinden mussten, siegte „Moritz“ (Luna Aicher) vor „Max“ (Rebekka Holitsch) und dem „kleinen Pirat“ (Leon Kestle).

Bei der Siegerehrung wurden alle gebührend mit einem dreifachen „Batsch-Nass“ gefeiert. Insgesamt waren dieses Jahr über 50 aktive Fischerstecher dabei. Dem Sieger wurde der Wanderpokal der Fischerstecher überreicht, die Zweiten und Dritten bekamen Bier, Wurst und Brot, die einem gemeinsamen Fest aller Beteiligten zugute kommen.

Quelle: Südkurier - 18.7.2011

Was die DLRG so alles leistet

Bei einer Stippvisite im Bodenseekreis ist die SPD-Abgeordnete und stellvertretende DLRG-Bundesvorsitzende Ute Vogt über die Aktivitäten der Retter an mehreren Stationen informiert worden.

Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende DLRG-Bundesvorsitzende Ute Vogt sowie Vertreter der regionalen SPD bekamen auf ihrer Besichtigungstour am Bodenseeufer einen guten Eindruck von der DLRG-Arbeit am Bodensee. Startpunkt der Tour war die zentrale Wachstation in Friedrichshafen, die Schaltstelle für den Wasserrettungsdienst am See ist.

Kennzeichnend für den Bodensee sei die gute Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei und mit den Wasserrettungsorganisationen der Schweiz und Österreich, erklärte der DLRG-Bezirksvorsitzende Karl-Heinz Rimmele. Leider seien die Betriebskosten von 25 000 Euro jährlich nicht einmal zur Hälfte durch entsprechende Einnahmen gedeckt, so dass die DLRG auf Spenden und ihre Mitglieder angewiesen sei. Die Ausstattung mit Fahrzeugen, Booten und Gerätschaften sei auf dem neuesten Stand und biete den Ehrenamtlichen DLRG-lern gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit. Und wer sich für den Dienst am Nächsten engagieren wolle, so erklärte Rimmele weiter, dem biete die DLRG Ausbildungs- und Einsatzmöglichkeiten an, wie zum Beispiel beim Seehasenfest in Friedrichshafen.

Im Hafen in Immenstaad schilderte der DLRG-Vorsitzende Matthias Kiesel auf dem dort stationierten Boot eindrücklich Rettungseinsätze unter verschiedensten Wetterbedingungen. Im Strandbad Meersburg wurde Ute Vogt von der Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe Harriet Glan empfangen. Wie man in der DLRG Schwimmen lernen oder auch Rettungsschwimmer werden kann, stand an dieser Station im Mittelpunkt. Gerade in den Sommermonaten sucht die DLRG Rettungsschwimmer, die in den Strandbädern der Region Wachdienste übernehmen wollen.

Endstation der Tour war der Naturbadestrand in Sipplingen, wo die DLRG-Ortsgruppe eine eigene Wachstation erstellen will. Begeistert zeigte sich die Sozialdemokratin Ute Vogt von der Planung, Menschen mit Behinderung mit Hilfe wassergängiger Fahrzeuge das Baden im See zu ermöglichen.

Quelle: Südkurier - 23.7.2011 

Erneute Suche nach vermisstem 74-jährigen Schwimmer

Die Suche nach einem gestern als vermisst gemeldeten 74-Jährigen aus dem Landkreis Esslingen ist Vormittag ebenfalls ohne Erfolg geblieben, berichtet die Polizei.

Drei Bootsbesatzungen der Wasserschutzpolizei und ein Polizeihubschrauber haben gestern erneut nach dem vermissten 74-Jährigen gesucht, der am Dienstag in den See gesprungen war. Nach dem Sprung von einer Segelyacht vor Manzell war der Mann nicht wieder aufgetaucht. Allerdings blieb auch diese zweite Suchaktion erfolglos.

Für die Suchaktion am Dienstag waren zwischen 15.20 und 16.20 Uhr neben einem Rettungshubschrauber fünf Boote der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen, Überlingen und Konstanz und der Schweizer Seepolizei sowie weitere Boote der Feuerwehr Friedrichshafen und der DLRG auf dem Bodensee vor Friedrichshafen-Manzell im Einsatz.

Wie die Polizei am Dienstag nach ersten Erkenntnissen berichtete, war der 74-Jährige aus dem Landkreis Esslingen knapp vier Kilometer seewärts vor Manzell in den dort etwa 220 Meter tiefen Bodensee gesprungen. Seine Ehefrau, die sich an Bord befand, machte durch Winken und Rufen auf die Notlage aufmerksam, woraufhin ihr eine Segelbootbesatzung zu Hilfe eilte und Rettungskräfte alarmierte.

Quelle: Südkurier - 4.8.2011

74-jähriger Schwimmer vermisst

Ein 74-Jähriger ist am Dienstag Nachmittag bei einem Badeunfall vor Manzell wahrscheinlich ums Leben gekommen, teilt die Polizei mit.


Der Mann war mit seiner Segelyacht etwa vier Kilometer weit auf den See hinausgefahren und kurz gegen 15 Uhr direkt vom Boot aus zum Baden ins Wasser gesprungen. Dabei ging er sofort unter. Seine Ehefrau, die an Bord geblieben war und das Unglück beobachtete, verständigte umgehend die Polizei. Eine groß angelegte Suchaktion mit mehreren Schiffen von DLRG und Wasserschutzpolizei, die in einer Suchkette das Gebiet abfuhren, wurde gegen 16.20 Uhr erfolglos eingestellt. Die Polizei geht davon aus, dass der 74-Jährige vermutlich ertrunken ist. Der See ist an dieser Stelle etwa 220 Meter tief, die Wassertemperatur betrug 20 Grad.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 2.8.2011

Schwimmer im Bodensee vermutlich ertrunken

Ein 74-Jähriger ist beim Schwimmen im Bodensee vermutlich ertrunken. Der Mann sprang am Dienstag nahe Friedrichshafen kopfüber von einer Jacht und tauchte nicht mehr auf, teilte die Polizei mit. Seine Frau machte daraufhin durch Winken und Rufen ein Segelboot auf sich aufmerksam, dessen Besatzung die Retter alarmierte. Ein Großaufgebot mit Hubschrauber sowie Booten der Feuerwehr, der deutschen und Schweizer Wasserschutzpolizei und des DLRG war im Einsatz, konnte den Mann aber nicht finden und brach die Suche erfolglos ab. "Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen", sagte ein Polizeisprecher. An der Unglücksstelle ist der Bodensee etwa 220 Meter tief.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 2.8.2011

75 Jahre DLRG

Tag der offenen Tür bei der DLRG

Meist sieht man sie nur aus der Ferne, wenn sich bei Unwetter fast das letzte Schiff in den sicheren Hafen geflüchtet hat. Fast. Denn oft genug müssen gerade dann die ehrenamtlichen Retter der DLRG ausrücken. Erkennbar am blauen Licht zwischen dunklen Wellenbergen und schwarzen Wolken. Doch jetzt gibt es die Möglichkeit, die Mittel einer hochmodernen Rettungsstation aus der Nähe zu begutachten. Lassen Sie sich ausgefeilte Rettungsmittel von Fachleuten vor Ort erklären. Mit zahlreichen Aktionen feiert die DLRG Ortsgruppe Friedrichshafen am 2. Oktober ihr 75-jähriges Jubiläum.

Quelle: Stephan Friess

Von der Schweinsblase zur Baywatch-Boje

75 Jahre im Dienste der Wasserrettung

Die Geschichte der DLRG begann in einer Zeit, als 97 Prozent der Deutschen noch nicht schwimmen konnten. Als im Jahre 1912 in Binz auf Rügen Hunderte Schaulustiger ein Manöver der kaiserlichen Marine verfolgten, brach eine Brücke unter ihrer Last zusammen und riss 17 Menschen in den nassen Tod. Die meisten Umstehenden waren zu keiner Hilfe fähig und mußten das Unglück tatenlos mit ansehen.  Es entstand der Gedanke zur Gründung einer „Gemeinschaft zur Hilfe bei Wasserunfällen“, die bis dahin über keinerlei Erfahrungen, Hilfsmittel oder gar Material verfügte. Es dauerte noch 24 Jahre, bis aus dem Häfler Turnverein die DLRG Ortsgruppe Friedrichshafen hervorging. Nachdem der Krieg in den folgenden Jahren eine Ausübung der DLRG-Arbeit zunichte machten, fand der damalige Bademeister der Stadt, Ernst Faaß, im Jahre 1949 über eine Anzeige in der Schwäbischen Zeitung genau einen Mitstreiter. So wurde also mit viel Optimismus und Improvisationstalent der Neubeginn mit zwei Mitgliedern gewagt. Sitzungen wurden in Privatwohnungen abgehalten, Schweinsblasen mit einer Schnur versehen bildeten die Tauchsicherungen. Ein Stück Feuerwehrschlauch diente, mit Steinen gefüllt, als Tauchgewicht. 1961 wurde mit dem Erwerb eines gebrauchten Rundfahrtbootes der Rettungsdienst auf dem See aufgenommen. Die wachsende Anzahl der Mitglieder und der Zuwachs an Material machten den Umzug aus privaten Kellern und Gaststätten in eine Baracke in der Margaretenstraße notwendig. Diese wurde der DLRG von der Stadt zur Verfügung gestellt. Nun war ausreichend Platz für Schulungen, Sitzungen und das gemütliches Zusammensein. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Häfler Hallenbades im Jahr 1970 stieg die Zahl der Mitglieder auf rund 1000 an. Das Schwimmtraining fand nunmehr im Schichtbetrieb statt. Dem ständigen Zuwachs des Wassersportbetriebs auf dem See wurde mit der Anschaffung der Rettungsboote „Neptun II“, „Fritz Peter“ und „Hugo Eckener“ Rechnung getragen. Die Ausstattung mit Funkgeräten, immer moderneren und raffinierteren Rettungsmitteln sorgte dafür, daß nun auch das alte Vereinsheim bald aus allen Nähten platzte. Deutlich wird dieser Fortschritt beim Besuch der neuen Rettungswache in der Untereschstr., die 1986 fertiggestellt wurde. Die Möglichkeit hierzu bietet sich beim 75-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe am 2. Oktober ab 10:00. Lassen Sie sich ausgefeilte Rettungsmittel von Fachleuten vor Ort erklären und verbringen Sie einen spannenden Nachmittag mit der ganzen Familie bei der DLRG Friedrichshafen.

Quelle: Stephan Friess

75 Jahre im Dienste der Wasserrettung

Die Geschichte der DLRG begann in einer Zeit, als 97 Prozent der Deutschen noch nicht schwimmen konnten. Als im Jahre 1912 in Binz auf Rügen Hunderte Schaulustiger ein Manöver der kaiserlichen Marine verfolgten, brach eine Brücke unter ihrer Last zusammen und riss 17 Menschen in den nassen Tod.

Die meisten Umstehenden waren zu keiner Hilfe fähig und mußten das Unglück tatenlos mit ansehen.Es entstand der Gedanke zur Gründung einer„Gemeinschaft zur Hilfe bei Wasserunfällen“, die bis dahin über keinerlei Erfahrungen, Hilfsmittel oder gar Material verfügte. Es dauerte noch 24 Jahre, bis aus dem Häfler Turnverein die DLRG Ortsgruppe Friedrichshafen hervorging. Nachdem der Krieg in den folgenden Jahren eine Ausübung der DLRG-Arbeit zunichte machte, fand der damalige Bademeister der Stadt, Ernst Faaß, im Jahre 1949 über eine Zeitungsanzeige genau einen Mitstreiter. So wurde also mit viel Optimismus und Improvisationstalent der Neubeginn mit zwei Mitgliedern gewagt. Sitzungen wurden in Privatwohnungen abgehalten, Schweinsblasen mit einer Schnur versehen bildeten die Tauchsicherungen. Ein Stück Feuerwehrschlauch diente, mit Steinen gefüllt, als Tauchgewicht. 1961 wurde mit dem Erwerb eines gebrauchten Rundfahrtbootes der Rettungsdienst auf dem See aufgenommen. Die wachsende Anzahl der Mitglieder und der Zuwachs an Material machten den Umzug aus privaten Kellern und Gaststätten in eine Baracke in der Margaretenstraße notwendig. Diese wurde der DLRG von der Stadt zur Verfügung gestellt. Nun war ausreichend Platz für Schulungen, Sitzungen und das gemütliches Zusammensein. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Häfler Hallenbades im Jahr 1970 stieg die Zahl der Mitglieder auf rund 1000 an. Das Schwimmtraining fand nunmehr im Schichtbetrieb statt. Dem ständigen Zuwachs des Wassersportbetriebs auf dem See wurde mit der Anschaffung der Rettungsboote„Neptun II“, „Fritz Peter“ und „Hugo Eckener“ Rechnung getragen. Die Ausstattung mit Funkgeräten, immer moderneren und raffinierteren Rettungsmitteln sorgte dafür, daß nun auch das alte Vereinsheim bald aus allen Nähten platzte. Deutlich wird dieser Fortschritt beim Besuch der neuen Rettungswache in der Untereschstraße, die 1986 fertiggestellt wurde. Die Möglichkeit hierzu bietet sich beim 75-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe am 2. Oktober ab 10:00. Lassen Sie sich ausgefeilte Rettungsmittel von Fachleuten vor Ort erklären und verbringen Sie einen spannenden Nachmittag mit der ganzen Familie bei der DLRG Friedrichshafen.

Quelle: Stephan Friess

erschienen auf ibn-online.de am 23.09.2011

Im Notfall schnell zur Stelle

Ihr 75. Jubiläum feierte die DLRG-Ortsgruppe Friedrichshafen am Sonntag mit einem Fest rund um die Rettungswache.

Vorsitzender Rudi Krafcsik begrüßte die Gäste in der Bootshalle zum Tag der offenen Tür. Auf dem Programm standen Vorführungen rund um die Aufgaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sowie Fahrten mit den beiden Motorrettungsbooten.

Rudi Krafcsik betonte, wie wichtig in den 75 Jahren seit Bestehen der DLRG-Ortsgruppe der Kontakt zu anderen Hilfsorganisationen gewesen sei. „Ich danke allen Vereinsmitgliedern, Förderern und Gönnern für ihr Engagement und ihre Unterstützung“, so der Vorsitzende. Krafcsik bat darum, die Arbeit auch künftig zu fördern: „Die DLRG braucht Sie.“

Als Vertreterin der Stadt und im Namen von Oberbürgermeister Andreas Brand gratulierte Magda Krom zum Jubiläum. „Die DLRG ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Rettungskette unserer Stadt.“ Das gute Zusammenspiel mit Polizei, Rettungsleitstelle, Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und DRK gebe den Bürgern das gute Gefühl, dass Hilfe geleistet werde, wenn sie nötig sei. Neben dem Rettungswachdienst in Freibädern und im Hallenbad sowie dem Einsatz auf dem See mit Rettungsbooten bilde die Schwimmausbildung einen weiteren Schwerpunkt. „Wahrscheinlich ist es auch Ihnen zu verdanken, dass wir jedes Jahr einen Seehasen haben“, dankte Magda Krom für die zeitintensiven Einsätze während des Seehasenfestes. Von den 735 Mitgliedern seien derzeit rund 60 Personen als Aktive zu bezeichnen. „Meine Hochachtung, dass Sie die Vielfalt an Aufgaben mit dieser relativ schmalen Mannschaft leisten.“


Die enge Verbindung zwischen DLRG und Schwimmverein machte sein Vorsitzender Manfred Köder deutlich. Er überreichte Rudi Krafcsik die Ehrenmedaille des Schwimmvereins. Grußworte und Gastgeschenke zum Jubiläum gab es außerdem von den Ortsgruppen Bermatingen-Markdorf und Langenargen, die aus der DLRG Friedrichshafen hervorgegangen sind, sowie von der Schweizer Wasserrettung. „Ihr leistet eine super Arbeit und seit die Leistungsstärkste Ortsgruppe im Bezirk“, gratulierte der stellvertretende Vorsitzende des DLRG-Bezirks Bodenseekreis, Peter Heinzelmann. Auch der ehemalige Vorsitzende Rudolf Hüber lobte die Mannschaft: „Ihr habt die Arbeit hervorragend weitergeführt, auch in Sachen Ausbildung.“

Zahlreiche Besucher waren am Nachmittag bei der Rettungsübung dabei. Simuliert wurde an Land eine Explosion auf einem Boot mit zwei schwer Verletzten. „Egal ob bei Tag oder bei Nacht, beim Fernsehen oder beim Grillen – wenn der Notruf eingeht, sind die Rettungskräfte zur Stelle“, moderierte Stephan Friess. Die Notrufnummer 112 legte er den Zuschauern besonders ans Herz. Mit schweren Brandwunden – lebensecht geschminkt – wurden die beiden Unfallopfer in kurzer Zeit und ausgesprochen realitätsnah versorgt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Band Timeless und die Trommlergruppe Amassakoul.

Quelle: Südkurier - 4.10.2011

75 Jahre DLRG - Feuer und Eis

Eine eiskalte Überraschung bot sich am Sonntag den Besuchern der DLRG Rettungswache. Ein Spaziergänger war mitten auf dem Parkplatz ins Eis eingebrochen und wurde von einem Helfer im Überlebensanzug ins Trockene gezogen. Trotz der sommerlichen Temperaturen lief dem einen oder anderen ein kalter Schauer über den Rücken, so realistisch war die Darstellung mit zwei lebensechten Figuren. Den zahlreichen Zuschauern, die zum „gemütlichen Hock“ am Tag der offenen Tür gekommen waren, sollten an diesem Tag jedoch noch kräftig eingeheizt werden. Kaum war die Musik der Gruppe Timeless verstummt, durchbrach eine Explosion die Stille. Im Rahmen einer realistischen Notfalldarstellung wälzten sich auf einmal zwei Schwerverletzte vor den geschockten Zuschauern auf dem Boden. Diese wurden nun unmittelbar Augenzeugen der Hilfeleistung durch die Schnelle Einsatzgruppe der DLRG, die sich mit dem Einsatzwagen einen Weg durch die Menge bahnen mußte. Selbst Rettungshubschrauber Christoph 45 stattete der DLRG hierzu einen kurzen Besuch ab. Die letzten Rauchschwaden hatten sich noch nicht verzogen, als die Gruppe Amassakoul mit Trommelwirbel eine halbe Stunde afrikanischer Rhythmen anstimmte. Nur die Atempausen luden zur Besichtigung der Fahrzeugschau und der ausgestellten Rettungsmittel ein. Es blieb jedoch noch genug Zeit zu einem gemütlichen Plausch, was viele dann bis spät in die Abendstunden nutzen.

Quelle: Stephan Friess

Lebensretter noch mobiler

Neues Einsatzleitfahrzeug für die Helfer der DLRG. Umbau des Autos erfolgt in Eigenregie. EnBW und Sparkasse Bodensee als Sponsoren

Friedrichshafen – Die Wasserretter der DLRG im Bodenseekreis haben ein neues Einsatzfahrzeug, mit dem künftig Einsätze vor Ort koordiniert werden können. Möglich gemacht haben das der Energieversorger EnBW und die Sparkasse Bodensee.

Der Kleinbus stammt aus dem EnBW-Fuhrpark. „Wir freuen uns, dass wir eines unserer Fahrzeuge für den vielfältigen und vorbildlichen Einsatz der DLRG im Bodenseekreis zur Verfügung stellen können“, sagte der EnBW-Regionalbeirat Philipp Marquart bei der Fahrzeugübergabe in Friedrichshafen. Anstelle von Weihnachtspräsenten fördert der Vorstand der EnBW jährlich ausgewählte soziale Projekte in der Region. Der Kleinbus hat nun ein neues Einsatzgebiet bei den Wasserrettern am Bodensee und steht als Einsatzleitwagen zur Verfügung.

Das Fahrzeug hat die DLRG in Eigenleistung umgebaut. Die Ausrüstung wie Funk, Blaulicht und Rettungsgeräten hat die Sparkasse Bodensee mit 5000 Euro aus der Aktion „PS-Sparen und Gewinnen“ unterstützt. Die Sicherheit für die Wassersporttreibenden werde in der Bodenseeregion mit dem neuen Einsatzfahrzeug ausgebaut, so Franz Bernhard Bühler, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Bodensee.

Landrat Lothar Wölfle freute sich mit den Wasserrettern über das neue Einsatzfahrzeug und das Engagement der beiden Unternehmen.


„Mit dieser Unterstützung zeigten die EnBW und die Sparkasse Bodensee ihre Verbundenheit mit dem Bodenseekreis und würden helfen, dass die Bürger und Gäste des Landkreises eine schnelle Hilfe bei Bade-, Tauch- und Bootsunfällen erfahren können“, sagte der Landrat. Karl-Heinz Rimmele, Vorsitzender des DLRG-Bezirks Bodenseekreis nannte die Spenden als wichtiges Signal für die Stärkung des Ehrenamtes. „Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, die Einsatzkräfte mit gutem Material auszustatten. Unser herzlichster Dank gilt der EnBW und der Sparkasse Bodensee, ohne deren Unterstützung diese notwendige Anschaffung nicht realisierbar gewesen wäre“ sagte Rimmele.

Der DLRG-Bezirk Bodenseekreis stellt die Wasserrettung auf dem gesamten nördlichen Bodensee von Sipplingen bis Kressbronn und dem Hinterland ganzjährig ehrenamtlich mit durchschnittlich 85 aktiven Helfern der Einsatzbereitschaft sicher.

Die Einsatzkräfte werden durch die Integrierte Leitstelle Bodensee alarmiert und sind mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Jedes Jahr rücken die Wasserretter im Bodenseekreis zu rund 45 Einsätzen aus.

Quelle: Südkurier - 26.9.2011

Jubiläum: 800 Besucher schauen bei den Lebensrettern vorbei

Seit 75 Jahren gibt es die DLRG – Ortsgruppe informiert beim Tag der offenen Tür

Leichtsinn und Selbstüberschätzung können im Winter die Ursache für einen Eisunfall sein. Die DLRG feierte am Sonntag ihr 75-jähriges Bestehen und bewies beim Tag der Offenen Tür mit einer Übung ihre Kompetenz in Sachen Menschenrettung auf dem Eis.

Aus dem Turnverein Friedrichshafen ist die DLRG Ortsgruppe Friedrichshafen in den 30er-Jahren hervorgegangen. „Der Turnverein hat seiner Zeit seine Mitglieder zur Ausbildung und zum Erwerb des Leistungs- und Lehrscheines nach Weingarten an die dort bestehende DLRG Ortsgruppe gesandt“, blickte der Vorstand des DLRG-Ortsvereins Rudolf Krafcsik in seiner Rede zum 75-jährigen Jubiläum zurück. Die praktische Ausbildung habe damals im östlichen Teil des Bundesbahnhafens in Friedrichshafen stattgefunden. Genau dorthin lud der DLRG seine Gäste am Sonntag zur Besichtigung der Motorrettungsboote ein.

Krafcsik nutzte die Gelegenheit, den vielen Unterstützern und den anderen lebensrettenden Hilfsorganisationen für die gute Zusammenarbeit zu danken. 1949 hat der damalige Bademeister der Stadt Friedrichshafen und langjährige Ehrenvorsitzende der Ortsgruppe Ernst Faaß – aus russischer Kriegsgefangenschaft an den Bodensee zurückgekehrt – die DLRG in Friedrichshafen neu formiert. Rettungsschwimmer wurden bald auch in Langenargen, Eriskirch und Fischbach ausgebildet. 1961 konnte das erste Rettungsboot – gebraucht – erworben werden. Der Zulauf beim Anfängerschwimmen sei damals schon überwältigend gewesen, so Krafcsik. 1969 stellte die Stadt erstmals kostenlose Räume in der Margarethenstraße für die DLRG zur Verfügung. „1970 eröffnete in Friedrichshafen das langersehnte Hallenbad“, berichtete Krafcsik. Damit habe für die Ausbilder die ganzjährige Schwimmausbildung begonnen. 1971 wurde Rudi Hüber Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Ernst Faaß. Ebenfalls in den 70ern wurde in Bermatingen ein weiterer Stützpunkt errichtet. „Dort etablierte sich eine Art Sportzentrum, in dem leistungsstarke Mitglieder trainiert wurden, die beachtliche Erfolge, bis zu Weltmeisterschaftstiteln, erzielten“, erklärte der Vorsitzende. Die weiteren Vorsitzenden des Ortsvereins waren Klaus Brehmer, Theodor Maier, noch einmal Rudi Hüber, und Markus Beckesch. 2002 folgte der heutige Vorsitzende Rudi Krafcsik.


Die Grundsteinlegung für den Neubau einer zentralen Rettungswachstation in der Untereschstraße nahm am 29. Oktober 1986 Oberbürgermeister Bernd Wiedmann vor. „In den nachfolgenden Jahren hat die DLRG ihre Aufgaben weiter auf hohem Niveau bis heute im Bereich des Rettungsdienstes, der Jugendarbeit und der Schwimmausbildung fortgeführt“, resümierte Krafcsik. Gerade erst habe die Unterstützung der EnBW und der Sparkasse Bodensee die Anschaffung eines Einsatzleitfahrzeugs ermöglicht.

Die Wasserrettungsstation war am Tag der offenen Tür Ziel von etwa 700 bis 800 Besuchern, die sich den Fuhrpark, die Rettungsboote und die Übungen der Retter gerne von Nahem betrachteten. Die Jugend der DLRG war verantwortlich für das Kinderprogramm. Kinderschminken, Hüpfburg und frische alkoholfreie Cocktails aus dem Saftmobil des Landratsamts waren geboten. Regen Zuspruch fanden auch die Rundfahrten auf dem Rettungsboot und das vielfältige Bewirtungsangebot. Mit einer permanenten Diashow in der Halle mit historischen Fotos konnten die Erinnerungen aufgefrischt werden. Auch die Räume der Rettungsstation standen zur Besichtigung frei. Selbst die Verdienste des Vorsitzenden wurden zum Jubiläum honoriert: Rudolf Krafcsik erhielt das Ehrenabzeichen des Schwimmvereins Friedrichshafen.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 4.10.2011

75 Jahre DLRG - Pressestimmen

Die langen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Unser 75-jähriges Jubiläum war ein voller Erfolg, was auch die Presse so gesehen hat. Deshalb möchten wir euch nicht die rundum positiven Pressemeldungen vorenthalten.

Zudem möchten wir jedoch allen Helfern danken, daß sie diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht und zum gemeinsamen Erfolg verholfen haben. Wir danken auch unseren Rettern und Mimen, die freiwillig vor so großem Publikum aufgetreten sind. Die Fotos können sich sehen lassen.

Regio TV - Retter im Einsatz
http://www.regio-tv.de/video/154678.html

DLRG Landesverband Württemberg - 75 Jahre im Dienste der Wasserrettung
http://wuerttemberg.dlrg.de/meldungen/news-im-detail/artikel/37861.html

Südkurier - 75 Jahre DLRG Friedrichshafen - Bildergalerie
http://www.suedkurier.de/_/tools/diaview.html?_CMTREE=960656&list=1

Südkurier - Im Notfall schnell zur Stelle
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Im-Notfall-schnell-zur-Stelle;art372474,5144492

Schwäbische Zeitung - Jubiläum: 800 Besucher schauen bei den Lebensrettern vorbei
http://www.schwaebische.de/region/bodensee/friedrichshafen/stadtnachrichten-friedrichshafen_artikel,-Jubilaeum-800-Besucher-schauen-bei-den-Lebensrettern-vorbei-_arid,5141386.html

Schwäbische Zeitung - Gerettet - Wenn keiner schwimmen kann
http://www.schwaebische.de/region/bodensee/friedrichshafen/stadtnachrichten-friedrichshafen_artikel,-Gerettet-Wenn-keiner-schwimmen-kann-_arid,5138479.html

IBN - 75 Jahre im Dienste der Wasserrettung
http://www.ibn-online.de/artikel/782/Friedrichshafen-75-Jahre-im-Dienste-der-Wasserrettung

 

Stadt bezuschusst DLRG Schlauchboot

Bürgermeister Peter Hauswald hat dem Vorsitzenden der Ortsgruppe Friedrichshafen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Rudi Krafcsik (rechts/Foto: pr), die Bewilligung für einen Zuschuss in Höhe von 4650 Euro überreicht. Mit dem Zuschuss kann der DLRG den Kauf eines neuen Schlauchbootes finanzieren. Durch einen Unfall, bei dem am bisherigen Boot verschiedene Bolzen und der Trailer gebrochen waren, wurde der Kauf notwendig. „Das beschädigte Schlauchboot konnte nicht mehr repariert werden, sodass es für uns zwingend notwendig war, eine neues zu kaufen“, sagte Rudi Krafcsik. In der vergangenen Saison engagierten sich die Mitglieder der DLRG mit mehr als 100 Stunden ehrenamtlich in den städtischen Bädern.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 1.10.2011

1300 Retter üben den Ernstfall

 Es ist grau, kalt, windig und verregnet. Doch das ist nicht keine Katastrophe. Das Folgende aber sehr wohl: Ein Eisenbahntriebwagen ist auf dem Industriegleis zwischen Fischbach und Immenstaad im Bodenseekreis mit einem Kesselwagen zusammengestoßen, entgleist und umgekippt. Mehr als 50 Passagiere sind teilweise schwer verletzt, sie bluten und schreien.


Der Kesselwagen ist ein Gefahrenguttransport. Er ist leckgeschlagen und hundertprozentige, stark ätzende und brandgefährliche Essigsäure entweicht spritzend, das schleimhautreizende Gas verbreitet sich rasch. Aus allen Himmelsrichtungen rücken Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz an. Die Rettungskräfte müssen die Verletzten bergen, aus der Gefahrenzone bringen und erstversorgen. Gleichzeitig muss die Essigsäure unter Kontrolle gebracht werden, um Schaden für Mensch und Umwelt zu vermeiden.

Zur selben Zeit ist vor Friedrichshafen die MS Konstanz in Not geraten. Ein Brand im Maschinenraum greift nach einer Explosion auf das ganze Schiff über. An die hundert Menschen müssen geborgen werden. Sie schreien vor Angst. Einige springen panisch ins Wasser. Die „Mann über Bord-Meldung“ geht zusätzlich bei den Rettungsdiensten ein. Eine internationale Suchkette der Wasserschutzpolizei und des DLRG wird eingerichtet, um die Personen zu suchen und zu bergen. Schließlich tritt aus dem Schiff auch noch Öl aus. Die heraneilenden Rettungskräfte eine Ölbarriere errichten. Als ob das alles nicht genug wäre, sind in einem Kieswerk bei Tettnang zwölf Menschen und zwei Fahrzeuge nach einem Hangrutsch und unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes verschüttet worden.

Katastrophenschutzübung

Fotos:
1300 Retter üben den Ernstfall


Ein fürchterliches Szenario. Aber keine Sorge; zum Glück ist das alles nur eine groß angelegte Übung gewesen. Am Samstag fand nämlich die Katastrophenschutz-Vollübung des Bodenseekreises statt. Rund 1300 meist ehrenamtliche Retter und Helfer aus dem gesamten Bodenseekreis und darüber hinaus waren an der Katastrophenschutzübung unter Federführung des Landratsamts beteiligt, dazu mehr als 180 Einsatzfahrzeuge.

Quelle: Schwäbische Zeitung - 9.10.2011

Retter und Helfer freuen sich über neue Fahrzeuge

Nach der Katastrophenschutz-Vollübung am vergangenen Samstag hat es neue Einsatzfahrzeuge gegeben: ein Bootsgruppenfahrzeug für den DLRG-Wasserrettungszug mit einem Motorboot auf einem Trailer für 57 000 Euro, einen Gerätewagen Sanität Baden-Württemberg (GWSan-BW) für 140 000 Euro und ein Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (LF KatS) für 230 000 Euro. Landrat Lothar Wölfle übergab gemeinsam mit Kreisbrandmeister Henning Nöh die Fahrzeugschlüssel an die Vertreter der Rettungsorganisationen. Die Fahrzeuge wurden mit Katastrophenschutzmitteln des Landes und des Bundes finanziert.

 

Bei der Übergabe der neuen Fahrzeuge freuen sich die Retter und Helfer (von links): Stefan Häfele, Katastrophenschutz-Beauftragter des DLRG-Landesverbands, Carsten Mücke, Technischer Leiter der DLRG Bodenseekreis, Karl-Heinz Rimmele, Vorsitzender der DLRG (Foto: pr)


Quelle: Schwäbische Zeitung - 11.10.2011

Weihnachtsfeier 2011